Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

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Rollnitz
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Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#1

Beitrag von Rollnitz » Mo 19. Aug 2013, 18:39

Hallo,

irgendwo muß der Frust hin:

Es ist ein wunderschönes Modell, sowohl vom Vorbild her als auch in der Umsetzung. Als Standmodell.
Denn die Fahreigenschaften sind, gelinde gesagt, miserabel. Zumindest bei mir auf Fleischmann-Profigleis, analog, Gleichstrom. Der kommt kaum über Weichenstraßen, über Bogenweichen nach innen auch nicht und Doppelkreuzweichen sowieso nicht.
Die Spurkränze sind äußerst niedrig (Puristen erfreut dies) RP 25, Finescale oder was weiß ich - zumindest hat Brawa dies nicht so angekündigt. Da auch die Drehgestelle kaum Höhernspiel haben ist es kein Wunder, daß der Zug laufend entgleist. (Der angegebene Mindestradius ist Fleischmannkompatibel).
Die Krönung ist die Kurzkupplung. Die hebelt sich quasi von alleine aus, und das war es dann. Denn die Herren Konstrukteure haben eine Öffnung des Zuges gar nicht erst vorgesehen!!! Von außen kann man die Kurzkupplung aber nicht einfädeln, bzw. das armselige Plastikteil wird von der Platine nicht mehr festgehalten! Man muß den Mut zum Risiko haben und den Wagenkasten unten selber aufhebeln (Garantie vorbei). Bei der Gelegenheit fallen dann peu à peu die Teile am Fahrwerk ab. Insgesamt drei Kabel gingen an der Lötstelle ab, ohne groß daran zu ziehen, tolle Verarbeitung! (Ein Kabel ging schon ab, als die Kurzkupplung sich aushebelte, beim Fahren. Von außen löten: ausgeschlossen.)
Auch nach dem Zusammenbau war die Fahreigenschaft genauso besch.... wie vorher, das war auch zu erwarten. Zu größeren Testfahrten kam ich deshalb gar nicht, denn auch die Kurzkupplung scheint nach Kurvenfahrten nicht immer in die Ausgangsstellung zurück zu wollen. Eine Feder oder ähnliches habe ich auch nicht gefunden.
Resümee: Murks.
Wie mann Triebzüge perfekt baut kann Brawa sich z.B. bei Kato anschauen. Perfektes Finish und exzellente Fahreigenschaften. Wenn die Hersteller weiterhin auf (zu) niedrige Spurkränze setzen (Roco hat mich damit auch schon geärgert) muß ich mein Kaufverhalten schwer überdenken. Denn es kann ja nicht sein, daß alle Modelleisenbahner ihre Modelle in die Vitrine stellen oder nur eine leicht gebogene eingleisige Modellstrecke haben.
Mich würde interessieren, ob die Wechselstromausführungen genauso niedrige Spurkränze haben? Sind die Achsen dort auch getrennt? (Mein Zug hat zwei Achsstummel, die in einer schwarzen Kunststoffhülle stecken.) Sonst könnte man vielleicht die Wechselstromachsen nehmen und umbauen...

Auf mein Schreiben an Brawa hat bis jetzt noch keiner geantwortet....

etwas frustrierte Grüße Roland


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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#2

Beitrag von rolfuwe » Mo 19. Aug 2013, 19:58

Ich muss das leider alles bestätigen. Beim Einkauf sind bereits bei der Vorführung 2 von 3 Triebwagen „durchgefallen“. Der 3. war bei mir auf der Anlage nach ein paar Minuten fahruntauglich: Entgleisungen, Kupplung ausgehebelt, genau wie oben beschrieben.
Da ähnliche Pannen bei all meinen letzten Brawaprodukten (Stettin, Rübezahl, BR 98) feststellbar waren, ich aber davor mit Brawa sehr zufrieden war, gehen ich von irgendwelchen neuen internen Problemen aus. Den Stettin habe ich wieder zurückgegeben.
Rolf-Uwe


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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#3

Beitrag von Rollnitz » Mo 19. Aug 2013, 23:00

Hallo Rolf-Uwe,

auch in fremden Gefilden..... Auch ich hoffe, daß diese Entwickliung bei Brawa ein Ausrutscher ist, sonst wäre es wirklich eine kleine katastrophe für die Reichsbahner. Aber unkommentiert kann man es auch nicht lassen. Der Triebzug hat immerhin ca. 5/600 DM gekostet. Ich bin gespannt, ob Brawa dies irgendwie hinbiegen kann, ich bin weiß Gott besseres von denen gewohnt. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Gruß Roland

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MIBA 9/2013

#4

Beitrag von ellokfahrer » Di 20. Aug 2013, 07:07

Moin,

in der aktuellen MIBA ist ein Test des Zuges. Von den beschriebenen Problemen findet man da aber nicht wirkich etwas. Nur auf das sehr schwierige Öffnen des Zuges gehen sie dort ein. Dach abklipsen, dann 5 kleine Halteklammern lösen, Platine ausbauen und dann Wagenkasten wegklipsen.

Dabei loben sie die Platinenabdeckung, daß diese wie eine Triebwagendecke aussieht. Ja super, was bitte bringt mir das, wenn ich erst den halben Zug zerlegen muß, um an problematische Stellen ranzukommen????

Haben Die MIBAner denn nur ein gerades Gleis zum Testen? Ohne Weichen, Kurven etc.?

Wenn ich lese, daß sich der Zug selbst aushebelt, dann stellt sich für mich die Frage nach dem Kauf der AC Version gar nicht erst.

Und leider gehen auch zwei von drei neuen Bghw Wagen zurück ins Werk. Hier klemmt das Drehgestell und so entgleist der Wagen bei Kurvenfahrt.

Tja, so macht man sich keine Freunde. Also Brawa, Hausaufgaben machen und vorher auch mal beim Kunden fragen, worauf es denen ankommt.
Daß es ein separates und leicht erreichbares Dekoderfach gibt, ist zwar lobenswert, aber der ein oder andere möchte auch Figuren in den Zug setzen.
Und da wäre eine zentrale Schraube (oder zwei) zum Öffnen mehr als hilfreich.

meint
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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#5

Beitrag von UlrichRöcher » Di 20. Aug 2013, 07:10

Hallo,
Rollnitz hat geschrieben:[...]Die Spurkränze sind äußerst niedrig (Puristen erfreut dies) RP 25, Finescale oder was weiß ich - zumindest hat Brawa dies nicht so angekündigt. Da auch die Drehgestelle kaum Höhernspiel haben ist es kein Wunder, daß der Zug laufend entgleist. (Der angegebene Mindestradius ist Fleischmannkompatibel).[...]
auch aus Märklinistenperspektive interessant zu lesen. Das permanente Geschrei offensichtlich einiger Gleichstromfahrer von wegen Pizzaschneider und nach immer noch feineren (und damit problematischeren) Radsätzen fordert auch in den eigenen Reihen Opfer - es ist bekannt, dass das Fleischmann-Profi-Gleis nicht RP25-kompatibel ist. Wer solche Spurkränze fahren will, muss z.B. auf Tillig-Elite umstellen.

Auf Dauer führt das also neben dem Epochengedöns zu einer weiteren Spaltung (und damit Verkleinerung) des Marktes. Die Hersteller werden dann wie z.B. beim Kleinserienhersteller Weinert gezwungen, ihre Modelle parallel mit NEM- oder RP25-Radsätzen (vielleicht zukünftig noch mit der dritten Option H0-Pur) anzubieten. Aus meiner Sicht verkleinert jede dieser Spaltungen den Markt, verteuert die Modelle, reduziert die Absatzchancen und wirft Hersteller und Händler aus dem Rennen.

Wir als Märklinisten sind es ja gewöhnt, dass uns die Gleichstromfahrer ankündigen, das wir in bälde in den allgemeingültigen Standard "aufgesaugt" würden, unsere Anlagen abreißen und neubauen müssten und Märklin dazu gezwungen würde, endlich sich dem allein seligmachendem System (wenn ich meinen eigenen Kommentar oben lese - welchem denn?) anzuschließen. Ich ziehe für mich aber das Fazit daraus, dass Märklin gut daran tut, sein System zusammen- und komptibel zu halten, weiter auf R1-Kompatibilität zu setzen, Rücksicht auf die Analogfahrer zu nehmen und die Spurkränze so zu belassen wie sie sind. Dass es Weiterentwicklungen nur soweit geben kann, wie diese Grenzen nicht überschritten werden, akzeptiere ich damit, auch wenn es nicht immer in meine ganz persönlichen Vorstellungen passt.

Das nützt Dir Roland, ja nun alles gar nichts. Schmeiß Brawa das Teil vor die Füße. Sie waren bisher als kulant bekannt, vielleicht wird Dir ja geholfen. Änderungen und Korrekturen gibt es nur so. Und auch mit diesem Fahrzeug gilt also wieder die goldene Regel, dass man Brawa-Fahrzeuge erst dann kaufen darf, wenn ihnen von Besitzern im Forum die Unbedenklichkeit bescheinigt wird. Wirklich befriedigend ist das aber nicht.

Viele Grüße
Ulrich
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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#6

Beitrag von X2000 » Di 20. Aug 2013, 07:24

Wenn man so oder so ähnlich testet. Was soll man damit anfangen. In so eine Testanlage gehören Weichen DKWs und eine Steigung.

http://www.youtube.com/watch?v=ARdGXPlpvbM
Gruß

Martin


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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#7

Beitrag von mobaz » Di 20. Aug 2013, 07:36

Testbericht im EK:
In der Überschrift: Wir haben eine umfangreiche Probefahrt gemacht,. Im Text dann kein Wort von den Fahreigenschaften. Wenn ich das hier lese, bekomme ich Angst. Warum wird das im Test nicht geschrieben?
In der Beschreibung: Dank des Dekoderfach braucht das Fahrzeug nicht geöffnet werden, ich will es aber öffnen, damit die Preiser einsteigen können!
Ich bin erschrocken!
Was mich auch immer wieder stört sind Antriebsdrehgestelle als führendes Drehgestell. Komplett mit Haftreifen belegt kommt es immer wieder mal zum nichtauslösen von Kontakten. Und warum werden für dieses Modell 4 Haftreifen benötigt? Rollt es so schwer? Ist der 2. Wagen so schwer? Ist das Antriebsdrehgestell zu leicht?

Schönen Gruß
Maik
Zuletzt geändert von mobaz am Di 20. Aug 2013, 07:52, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#8

Beitrag von ellokfahrer » Di 20. Aug 2013, 07:49

Moin,

soo schlecht ist der Test doch nicht :? , aber wenn der Zug nur auf großem Rocolineradius rollt, sehr schlanke Weichen eingebaut sind, dann scheint das wohl gut zu funktionieren.

Alle, die aus Platzgründen eben enge Radien gebaut haben und keine Lust haben, wegen einem neuen Brawazug nun ihre alten Schienen verschrotten zu wollen, um auf Tillig und RocoLine umzusteigen, bzw. als AC Fahrer im 2,1mm Bereich keine Möglichkeit haben, schlanke Weichen zu verwenden (mangels Verfügbarkeit), schauen in die Röhre und können sich das Geld sparen.

Für den Preis eines Sound 645 kann man sich z.B. 5 V 200 von Piko leisten :D

meint
Michael
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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#9

Beitrag von X2000 » Di 20. Aug 2013, 08:23

Dass man die erste Achse mit Haftreifen ausrüstet, ist nicht nur bei Brawa so, auch bei Piko und den anderen findet man das. Ist aber nicht gut für einen kontaktbezogene Betrieb. Es fehlen offensichtlich Leute in der Entwicklung, die auch selbst aktiv Modelle fahren lassen.

Dennoch wird sich Brawa, die ja bekanntlich einen guten Service machen, dazu etwas einfallen lassen müssen. Für den Preis geht das so zumindest nicht.
Gruß

Martin

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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#10

Beitrag von DRG-DRB » Di 20. Aug 2013, 09:01

Hallo,

auch ich habe den Triebwagen und mich stört es auch, dass beim angetriebenen Drehgestell
beide Achsen mit Haftreifen (insgesamt 4) ausgestattet sind. Wenn man sich die Beschreibung
auf der Verpackung anguckt (Rückseite glaube ich) steht dort 2 Haftreifen (nicht 4).
Braucht der Triebwagen 4 Haftreifen um sich und einen Beiwagen über die Anlage zu ziehen?

Tschüss

Frank
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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#11

Beitrag von rolfuwe » Di 20. Aug 2013, 09:15

Die o.g. Entgleisungen werden, nach meinen Beobachtungen, hauptsächlich durch die fehlende Höhenbeweglichkeit zwischen den Wagenteilen verursacht. Die Laufflächen der Räder hängen im Übergangsbogen (kein Knick!) zur Rampe in der Luft. Ein paar 1/10mm mehr Spurkranz (wenn sie Platz hätten) wurden da auch nicht viel helfen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der verantwortliche Konstrukteur ausreichende Erfahrungen hat u. das dieses Modell überhaupt mal richtig getestet wurde.

Anmerkung: Ich benutze seit 2011 auch nur Fleischmann-Gleis (für H0), weil ein paar Oldtimer (auch Märklin-Hamo + MärTrix) die 2,5mm Schienenhöhe brauchen. Wo solche Loks wie BR05, 06, 45, ... fahren sollte man min. R=420mm u. keine DKW oder 3-Wege-Weichen (bzw. nur gerade) benutzen, aber spurkranzabhägige Probleme habe ich noch nicht bemerkt. Ich hatte aber bisher noch keine Modelle bei mir entdeckt, wo die Räder in der Luft hängen.

Der oben genannte "Test" ist natürlich kein Test, sondern eine "Modellvorstellung". Ich habe gerade einen uralten Modellbahn-Test, aus den guten alten Zeiten wo ich dafür noch Zeit u. die Modellbahnhersteller dafür noch Geld hatten, herausgesucht, der besteht min. aus 4 Seiten u. aus ca. 100 Parametern, teilweise als Parameterkurven u. verbalen Einschätzungen ohne Plapla. Der o.g. sogenannte Test hat etwa 10% dieses Inhaltes. Aus vertraglichen Vereinbarungen möchte ich jetzt keine Namen nennen, aber Brawa war nicht dabei u. der Stettin hätte es damals so nicht zum Verkauf geschafft.
Rolf-Uwe


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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#12

Beitrag von Rollnitz » Di 20. Aug 2013, 09:18

Hallo,

danke für den Hinweis zu den "Test"berichten....Aber mit negativen Berichten vergrault man sich die Werbekunden. Und vielleicht auch das Testmodell.
Möglicherweise bin ich als analoger Betriebsbahner (klingt ja fürchterlich) mittlerweile ein Exot, denn auch der Testbericht bei MSL geht sehr lange über digitale Möglichkeiten, von Anfahrgeschwindigkeiten bis Sound ein - sodaß man das "richtige" Fahren vergessen hat.....
Ich hätte auch nichts dagegen, wenn der größte Teil der Käufer lieber filigrane digitale Modelle mit (schönen vorbildgerechteren) Spurkränzen haben will, selber Tauschachsen einzubauen - aber die müßte man auch angeboten kommen, sinnvollerweise vom Hersteller! Aber selbst der "technische Kundendienst" von Roco weiß noch nicht mal, daß die von mir benötigten Tauschachsen von Roco lieferbar sind. Der Mitarbeiter wußte gar nix, außer Ausflüchte und guten Tag.
Ich bin genug "Bastler", um manchen Loks etc. das Laufen beizubringen. Das digitale "Gedöns" kann ich selber ausbauen und die Lok quasi "kurzschließen" (wie die neueste Trix 53). Aber Spurkränze draufdrehen geht nicht.....
Auf die Reaktion von Brawa warte ich mal weiterhin.
Kleiner Nachtrag: Dank der 4 Haftreifen fuhr der Motorwagen alleine auch nur stotternd, da habe ich schon gedacht, der braucht den Strom vom Beiwagen....Eine große Zugkraft braucht der VT ja überhaupt nicht - denn er hat keine Ankuppelmöglcihkeiten! Daher kann man auch die Fronten komplett aufrüsten, ja wenn das ginge... Denn von den Testern hat keiner versucht, die insgesamt 8 Zurüstluftschläuche anzubringen, dann hätten sie gemerkt, daß die beigelegten nicht in die Löcher passen bzw, man bekommt die kleinen Stifte gar nicht bis dahin....Deshalb hat man für das Werbeprospekt (2012) wohl auch andere genommen, wie ich auch...
Und dem hier kann ich (leider) nur voll und ganz zustimmen:
UlrichRöcher hat geschrieben:Auf Dauer führt das also neben dem Epochengedöns zu einer weiteren Spaltung (und damit Verkleinerung) des Marktes. Die Hersteller werden dann wie z.B. beim Kleinserienhersteller Weinert gezwungen, ihre Modelle parallel mit NEM- oder RP25-Radsätzen (vielleicht zukünftig noch mit der dritten Option H0-Pur) anzubieten. Aus meiner Sicht verkleinert jede dieser Spaltungen den Markt, verteuert die Modelle, reduziert die Absatzchancen und wirft Hersteller und Händler aus dem Rennen.
Gruß Roland

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power
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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#13

Beitrag von power » Di 20. Aug 2013, 13:13

Hallo Leute und ich wollte mir diesen Zug schon kaufen,Danke für die Erleuchtung.

Gruß Ralf


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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#14

Beitrag von Rollnitz » Di 20. Aug 2013, 13:54

Hallo,

die Firma Brawa untersagt die Weitergabe Ihres Antwortschreibens und dessen Inhalt.
Man wird wissen warum.
Und jeder kann sich den Inhalt vermutlich selber vorstellen.

Gruß Roland


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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#15

Beitrag von obmann » Di 20. Aug 2013, 16:03

Hallo Roland

Wie, bitte? Du darfst hier nicht mitteilen, was BRAWA Dir geschrieben hat? Ich wusste gar nicht, dass wir hier in Russland, China oder Nordkorea sind. Selbstverständlich darfst Du das mitteilen! Du musst ja nicht unbedingt das Original-Antwortschreiben veröffentlichen.

Gruß
Wolle


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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#16

Beitrag von rolfuwe » Di 20. Aug 2013, 18:35

Das Schreiben gibt es doch gar nicht. Denn Brawa sagt am Telefon, dass nur Ich, als einziger in der Welt, Probleme mit dem Stettin habe. :mrgreen:
Rolf-Uwe


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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#17

Beitrag von Rollnitz » Mi 21. Aug 2013, 09:27

Hallo,

der Zweizeiler von Brawa ist (außer einem leichten Bedauern) von einer Belanglosigkeit, daß man den Inhalt sowieso nicht wiedergeben braucht weil es quasi keinen gibt.
Auf alle Fragen zur Konstruktion und zu den Spurkränzen keine Antwort. Tauschradsätze gibt es nicht.
Vom Leiter der Produktabteilung hätte ich eine andere Antwort erhofft. Dann besser gar keine. Aber da ist es ja auch dicht dran.

Gruß Roland


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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#18

Beitrag von Rollnitz » Do 22. Aug 2013, 16:27

Hallo,

kleiner Nachtrag für die Märklinisten: Die Spurkränze der Wechselstromausführung sind genauso hoch wie bei DC. Sie haben die gleiche Bestellnummer. Also hat das Ding genauso besch..... Fahreigenschaften. Diese Information stammt NICHT von Brawa, die haben mir dazu noch nicht mal eine Information gegeben. Prima Service. Wahrscheinlich haben die keine Zeit, dort stapeln sich die tollen Triebzüge.

Gruß Roland


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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#19

Beitrag von X2000 » Do 22. Aug 2013, 16:41

Ich sehe in der Liste nur den DC Radsatz. AC kann nicht baugleich sein, denn dann fährt der über keine Märklin Weichen und DKWs. Kann ich mir nicht vorstellen, dass sie keine AC Radsätze verbauen..
Gruß

Martin


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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#20

Beitrag von Rollnitz » Do 22. Aug 2013, 18:58

So die Auskunft vom Lippe. Deswegen hatte ich ja auch auf die Wechselstromräder gehofft. Gibt es denn keinen hier im forum, der einen wechselstromstettin hat?

Gruß Roland


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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#21

Beitrag von klein.uhu » Do 22. Aug 2013, 19:57

X2000 hat geschrieben:Ich sehe in der Liste nur den DC Radsatz. AC kann nicht baugleich sein, denn dann fährt der über keine Märklin Weichen und DKWs. Kann ich mir nicht vorstellen, dass sie keine AC Radsätze verbauen..
Moin,

Im Gegensatz zu Liliput, die spezielle AC-Radsätze haben und auch ausdrücklich darauf hinweisen, scheint mir Brawa mit den letzten Neuheiten an den AC-Radsätzen zu sparen (klar, die verursachen extra Produktionskosten, vor allem bei Triebfahrzeugen). Soweit mir das in letzter Zeit aufgefallen ist, unterscheiden sich die AC-Modelle bzgl. der Radsätze nur im Radsatzinnenmaß und der Nicht- Isolierung. Laufflächen und Spurkränze scheinen identisch. Und das führt zu massiven Problemen.

Das Problem fiel mir schon bei der BR98.10 auf, die auch nur sehr beschränkt auf Märklin-Gleisen fährt. Ich habe leider auf das sonst recht schöne Modell verzichten müssen.
| : | ~ analog

Gruß von Bild
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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#22

Beitrag von trixi » Do 22. Aug 2013, 20:20

klein.uhu hat geschrieben:... Soweit mir das in letzter Zeit aufgefallen ist, unterscheiden sich die AC-Modelle bzgl. der Radsätze nur im Radsatzinnenmaß und der Nicht- Isolierung. Laufflächen und Spurkränze scheinen identisch. Und das führt zu massiven Problemen.
Hallo
... und nicht einmal das bei meiner BR74 mit einem gemessenen Radsatzinnenmaß von 14.3-14.59 mm . Das sieht für mich nach rein DC aus !
Grüße Michael


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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#23

Beitrag von Robert Bestmann » Fr 23. Aug 2013, 06:30

Hallo Michael,

für AC wären 14,0mm richtig. Ich würde daher versuchen, die Radsätze auf dieses Maß einzustellen, dann sollte die Lok laufen.

Die Praxis beim Stettiner (ich habe mir mal das Ersatzteilblatt online angesehen) mit den Einheitsachsen ist meiner Meinung nach ein Unding, denn damit ist die Betriebssicherheit auf Märklin-Gleisen beim Teufel.

Viele Grüße

Robert

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UlrichRöcher
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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#24

Beitrag von UlrichRöcher » Fr 23. Aug 2013, 07:23

Hallo,
Rollnitz hat geschrieben:kleiner Nachtrag für die Märklinisten: Die Spurkränze der Wechselstromausführung sind genauso hoch wie bei DC. Sie haben die gleiche Bestellnummer. Also hat das Ding genauso besch..... Fahreigenschaften. [...]
Das sind wirklich schlechte Nachrichten. Und leider noch nicht einmal ganz richtig: Wenn die niedrigen Spurkränze schon auf DC-Gleis Probleme machen, werden diese auf Märklin-Gleis nochmals deutlich gravierender sein, denn Märklin-Gleis benötigt i.d.R. höhere Spurkränze als NEM-Schienen. Das Ding kann man echt nicht kaufen - als Märklinist noch weniger als als Gleichstromfahrer! Und da prahlt Brawa mit "voller Märklinkompatibilität" - oder lassen sie das inzwischen?
klein.uhu hat geschrieben:[...] Das Problem fiel mir schon bei der BR98.10 auf, die auch nur sehr beschränkt auf Märklin-Gleisen fährt. Ich habe leider auf das sonst recht schöne Modell verzichten müssen.
Sch... . Die hätte mich auch noch interessiert, aber unter solchen Bedingungen ist es einfach zwecklos.

Man muss nochmals davor warnen, dass hier geglaubt wird, es wären Lösungen zukunftsträchtig, bei denen gleiche Radsätze für alle (egal ob Märklin oder NEM) eingesetzt werden und Fahrzeuge nur durch Schleifer an- und abklipsen umgerüstet werden können. Dies geht zwar grundsätzlich, aber nur mit der alten Fleischmann-Radform. Im DC-Bereich gibt es einen massiven Druck hin zu (immer noch) niedrigeren Spurkränzen und damit verbunden einem höheren Radinnenabstand, d.h., gerade der DC-Markt läuft deutlich aus dem universellen Bereich heraus.

Für mich ergibt sich das harte Fazit aus diesen Entwicklungen, dass ich nur Fahrzeuge von Herstellern mit vollständiger Adaption der Märklin-Radform kaufen werde. Alles andere läuft bei mir nicht richtig sondern wird zu einer zuverlässigen Quelle des Ärgers. Bedauerliche Entwicklung - warten wir ab, wie lange es dauert, bis es die Hersteller kapiert haben.

Viele Grüße
Ulrich
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Re: Brawa Dieseltriebzug Stettin 44180

#25

Beitrag von trixi » Fr 23. Aug 2013, 07:25

Robert Bestmann hat geschrieben:Hallo Michael,

für AC wären 14,0mm richtig. Ich würde daher versuchen, die Radsätze auf dieses Maß einzustellen, dann sollte die Lok laufen.

Die Praxis beim Stettiner (ich habe mir mal das Ersatzteilblatt online angesehen) mit den Einheitsachsen ist meiner Meinung nach ein Unding, denn damit ist die Betriebssicherheit auf Märklin-Gleisen beim Teufel.

Viele Grüße

Robert
Hallo Robert ,
ja danke Dir ich weiß , aber bei einer neuen Dampflok mit Gestänge mach ich das doch besser nicht . Geht was schief , bin ich der Dumme . Die Lok geht zu Brawa .
Mich wundert es nur das versucht wird dem AC Fahrer so ein für ihn nicht direkt einsetzbares Fahrzeug ( BR74 , T5 ) zu verkaufen oder aber : Es gibt keinerlei Endkontrolle . Ich glaub auch nicht , daß die meisten Kunden an einer neuen Lok größere Änderungen vornehmen ( können ). Kann dann ja eigentlich nur so sein , daß die meisten Brawas dieser Art nur in Vitrinen rumstehen.
Das Ganze erinnert mich auch wieder an meine Brawa T5's , die waren auch so direkt nicht fahrbar , allerdings blieb bei denen der kippelige Schleifer in den Weichen hängen .

Ich habe aber auch andere Modelle von Brawa die ohne Probleme laufen . Vielleicht ist die Serienstreuung nur einfach zu groß ?
Viele Grüße Michael

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